Kinder- und Jugendring Bochum e.V. Jugendring Bochum

Der Abraham-Pokal

Projekt Schule gegen Rassismus und Intoleranz

für den Dialog zwischen den Religionen

Verleihung des "Abraham-Pokals" an Bochumer Schulen

Um junge Menschen zu ermutigen, gegen Rassismus und Intoleranz in der Gesellschaft aktiv zu werden, wird in Bochum seit 2006 jährlich der "Abraham-Pokal" an eine Schule verliehen. Das Besondere dabei ist, dass der Pokal nicht für Geleistetes verliehen wird, sondern Aufforderungscharakter hat. Die Schule, die den Pokal annimmt, verpflichtet sich, ein Jahr lang Projekte für Toleranz, für eine multikulturelle Gesellschaft und für einen interreligiösen Dialog durchzuführen.

Da sich die beteiligten SchülerInnen mindestens ein Jahr lang mit diesen Themenfeldern befassen, ist von dem Projekt eine nachhaltige Wirkung zu erwarten. Die SchülerInnen werden sich mit dem "Abraham-Pokal" und den inhaltlichen Anliegen identifizieren und sie werden weniger anfällig gegen rechte und menschenverachtende Propaganda sein, die z.B. in Form von CD´s mit rechtsextremer Musik an Schulen verteilt wird.

Der Pokal wird nach Abraham benannt, weil Abraham als Symbol für das Verbindende zwischen den drei großen Religionen steht. Abraham wird von den Christen, den Juden und den Muslimen als Vater des Glaubens anerkannt.

Ohne einen Dialog zwischen den verschiedenen Religionen kann es keinen dauerhaften Frieden in der Welt geben. Die Gefährlichkeit von religiösem Fanatismus, Missverstehen und Arroganz entlädt sich alltäglich in politischen Konflikten, terroristischen Aktionen und Kriegen.

Das Projekt "Abraham-Pokal" wird auf Initiative des Kinder- und Jugendrings zusammen mit dem Jugendamt, dem Schulverwaltungsamt und dem Kulturbüro umgesetzt.

Der Flyer zum »Abraham-Pokal«

Um junge Menschen zu ermutigen, gegen Rassismus und Intoleranz in der Gesellschaft aktiv zu werden, wird in Bochum jährlich der „Abraham-Pokal“ an eine Schule verliehen. Das Besondere dabei ist, dass der Pokal nicht für Geleistetes verliehen wird, sondern Aufforderungscharakter hat. Die Schule, die den Pokal annimmt, verpflichtet sich, ein Jahr lang Projekte für Toleranz, für eine multikulturelle Gesellschaft und für einen interreligiösen Dialog durchzuführen.

Im Verlauf des Projektjahres fertigen die Schüler_innen einen eigenen „Abraham-Pokal“ für ihre Schule an. Für das Kunstprojekt stehen 500 € zur Verfügung. Zusätzlich gibt es ein Preisgeld von 1000 €, um Projektideen von Schüler_innen umsetzen zu können.

Die Preisverleihung findet an wechselnden Orten statt. Als mögliche Veranstaltungsorte kommen Räumlichkeiten in den beteiligten Schulen in Frage. Eine Verleihung in einer Moschee, in der Bochumer Synagoge, in Räumlichkeiten der christlichen Kirchen oder an anderen geeigneten Orten ist ebenfalls gut vorstellbar.

Der „Abraham-Pokal“ wird seit 2006 jährlich in Bochum verliehen. Das Abraham-Jahr wird mit einer Abschlussveranstaltung vor den Sommerferien beendet, bei der ein Ausschnitt der durchgeführten Projekte präsentiert und der Abraham-Pokal symbolisch an die nächste Schule weitergereicht wird.

Die angefertigten „Abraham-Pokale“ bleiben als Erinnerung für die Teilnahme am Projekt in den beteiligten Schulen und werden ausgestellt.

Das Projekt ist für alle Formen der weiterführenden Schulen gut geeignet.

Die Schüler_innen, die an den Projekten beteiligt sind, identifizieren sich mit dem „Abraham-Pokal“ und dem inhaltlichen Anliegen und sie sind weniger anfällig gegen rechte und menschenverachtende Propaganda, die z.B. in Form von CD´s mit rechtsextremer Musik an Schulen verteilt wird.
Im Gegensatz zu vielen kurzlebigen Aktionen und Bekenntnissen gegen Rassismus und Antisemitismus sind die Schüler_innen gefordert, sich über einen langen Zeitraum kontinuierlich zu engagieren. Dadurch ist die Nachhaltigkeit bei diesem Projekt gesichert.
Die Durchführung des „Abraham-Projektes“ hat an den beteiligten Schulen zu einer erheblichen Verbesserung im Verhältnis der Schüler_innen untereinander und in den Beziehungen zwischen Lehrer_innen und Schüler_innen beigetragen.

Das Konzept des „Abraham-Pokals“ ist auch für Schüler_innen attraktiv, weil es sehr viel Freiraum für Kreativität lässt.

Die mit dem Pokal ausgezeichneten Schulen verstehen die Annahme des „Abraham-Pokals“ auch als längerfristige Verpflichtung und engagieren sich über das Projektjahr hinaus für eine offene und tolerante Gesellschaft.

Der Kinder- und Jugendring ist für das Projekt „Abraham-Pokal“ verantwortlich und wird bei der Umsetzung des Projektes vom Kulturbüro unterstützt.

Schulen, die an einer Beteiligung am Projekt „Abraham-Pokal“ interessiert sind, können sich an die Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendrings wenden, um einen Termin für ein erstes Planungsgespräch zu verabreden.

Der Pokal wird nach Abraham benannt, weil Abraham als Symbol für das verbindende zwischen den drei großen Religionen steht: Abraham wird von den Christen, den Juden und den Muslimen als Vater des Glaubens anerkannt.

Ohne einen Dialog zwischen den verschiedenen Religionen kann es keinen dauerhaften Frieden in der Welt geben. Die Gefährlichkeit von religiösem Fanatismus, Missverstehen und Arroganz entlädt sich alltäglich in politischen Konflikten, terroristischen Aktionen und Kriegen.

Abraham-Pokal 2017 / 2018

Projektpartner für das Abraham-Projekt im Schuljahr 2017 / 2018 war die Erich Kästner-Schule.

Die Schüler_innen der Erich Kästner-Schule haben vielfältige Aktionen und Projekte im Rahmen ihres Abraham-Jahres durchgeführt. Sie haben Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz, Buchenwald und zum Anne-Frank-Haus in Amsterdam, einen Tag ohne Homophobie, verschiedene Antirassismus-Projekttage, besondere Aktionen mit geflüchteten Jugendlichen und unterschiedliche soziale Projekte durchgeführt.  Sehr gut gelungen beim Abraham-Projekt war die frühzeitige Einbindung von Schüler_innen bei der Planung von Veranstaltungen und Aktionen und die Beteiligung von sehr vielen verschiedenen Klassen und Arbeitsgemeinschaften beim Projekt „Abraham-Pokal“.

Die Schüler_innen der Erich Kästner-Schule werden auch zukünftig engagiert bleiben und den inhaltlichen und musikalischen Teil bei der zentralen Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 09. November 2018 gestalten. Die Gedenkveranstaltung wird in diesem Jahr besonders im Fokus stehen, da sich die Reichspogromnacht zum 80-igsten Mal jährt.

Neuer Projektpartner des Kinder- und Jugendrings für das Abraham-Projekt im Schuljahr 2018 / 2019 ist die neue Gesamtschule Bochum-Mitte. Eine Delegation der Schule hat an der Abschlussveranstaltung des Abraham-Projektes am 22. Juni 2018 teilgenommen und an sie ist der „Abraham-Pokal“ symbolisch weitergereicht worden.

Abraham-Pokal 2016 / 2017

Projektpartner für das Abraham-Projekt im Schuljahr 2016 / 2017 war das Alice-Salomon-Berufskolleg.

Um junge Menschen zu ermutigen, gegen Rassismus und Intoleranz in der Gesellschaft aktiv zu werden, wird in Bochum seit 2006 jährlich der „Abraham-Pokal“ an eine Schule verliehen. Das Besondere dabei ist, dass der Pokal nicht für Geleistetes verliehen wird, sondern Aufforderungscharakter hat. Die Schule, die den Pokal annimmt, verpflichtet sich, ein Jahr lang Projekte für Toleranz, für eine multikulturelle Gesellschaft und für einen interreligiösen Dialog durchzuführen.

Die Abschlussveranstaltung des Abraham-Projektes der Hildegardis-Schule (Schuljahr 2015 / 2016) hat am 17. Juni 2016 stattgefunden. Die Schüler_innen haben vielfältige Aktionen und Projekte durchgeführt. Sie haben eine Ausstellung über die Opfer von Neonazis in NRW zusammengestellt, einen Israel-Austausch mit Besuch und Gegenbesuch organisiert, sich intensiv mit den Themen „Rassismus“,„Fundamentalismus“, „Angst vor dem Fremden“ und „Flüchtlinge“ befasst und ein Hip-Hop-Kunstprojekt durchgeführt. Sehr gut gelungen beim Abraham-Projekt war die Einbindung der Schüler_innen aus den internationalen Klassen der Hildegardis-Schule. Junge Flüchtlinge sind dabei als Dozenten aufgetreten und haben über die Besonderheiten ihrer Religionen und über ihre Erfahrungen aus ihren Herkunftsländern berichtet. Die jungen Flüchtlingen sind auch bei den internationalen Musikprojekten der Schule besonders gut eingebunden.

Die Schüler der Hildegardis-Schule werden auch zukünftig engagiert bleiben. Am Donnerstag, 07. Juli 2016 wird um 19.00 Uhr ein großes Abraham-Konzert in der Aula der Hildegardis-Schule stattfinden, bei dem internationale Musik präsentiert wird. Bei der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 09. November 2016 werden Schüler_innen der Hildegardis-Schule den inhaltlichen und den musikalischen Teil der Veranstaltung gestalten.

Neuer Projektpartner für das Abraham-Projekt im Schuljahr 2016 / 2017 ist das Alice-Salomon-Berufskolleg. Eine Delegation der Schule hat an der Abschlussveranstaltung teilgenommen und an sie ist der „Abraham-Pokal“ symbolisch weitergereicht worden.

Abraham-Pokal 2015 / 2016

Projektpartner für das Abraham-Projekt im Schuljahr 2015 / 2016 war die Hildegardis-Schule.

Die Schüler_innen haben eine Ausstellung über die Opfer von Neonazis in NRW zusammengestellt, einen Israel-Austausch mit Besuch und Gegenbesuch organisiert, sich intensiv mit den Themen „Rassismus“,„Fundamentalismus“, „Angst vor dem Fremden“ und „Flüchtlinge“ befasst und ein Hip-Hop-Kunstprojekt durchgeführt. Sehr gut gelungen beim Abraham-Projekt war die Einbindung der Schüler_innen aus den internationalen Klassen der Hildegardis-Schule. Junge Flüchtlinge sind dabei als Dozenten aufgetreten und haben über die Besonderheiten ihrer Religionen und über ihre Erfahrungen aus ihren Herkunftsländern berichtet. Die jungen Flüchtlingen sind auch bei den internationalen Musikprojekten der Schule besonders gut eingebunden.

Die Schüler der Hildegardis-Schule werden auch zukünftig engagiert bleiben. Am Donnerstag, 07. Juli 2016 wird um 19.00 Uhr ein großes Abraham-Konzert in der Aula der Hildegardis-Schule stattfinden, bei dem internationale Musik präsentiert wird. Bei der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 09. November 2016 werden Schüler_innen der Hildegardis-Schule den inhaltlichen und den musikalischen Teil der Veranstaltung gestalten.

Neuer Projektpartner für das Abraham-Projekt im Schuljahr 2016 /2017 ist die Alice-Salomon-Berufskolleg.

Abraham-Pokal 2014 / 2015

Im Schuljahr 2014 / 2015 ist das „Abraham-Projekt“ an der Nelson-Mandela-Schule umgesetzt worden. Die Schüler_innen haben die Steinwache in Dortmund, eine Moschee und die Synagoge besucht, sich mit den rassistischen Übergriffen in Rostock-Lichtenhagen befasst, eine inklusive Freizeit und ein Projekt für sexuelle Vielfalt mit der Rosa Strippe durchgeführt und Hilfsaktionen für Flüchtlinge organisiert. Ein Höhepunkt im Abraham-Jahr war der Besuch eines Jugendchores aus einem Township in Kapstadt. Alle Schüler_innen haben mit dem „Ilsio Youth Choir“ zusammen gesungen und getanzt und einen wunderbaren Projekttag verbracht.

Die Abschlussveranstaltung des Abraham-Projektes hat am 22. Mai 2015 stattgefunden. Eine Delegation der Hildegardis-Schule hat an der Veranstaltung teilgenommen und an sie ist der Abraham-Pokal symbolisch übergeben worden.

Abraham-Pokal 2013 / 2014

Im Schuljahr 2013 / 2014 ist das „Abraham-Projekt“ von der Willy-Brandt-Gesamtschule umgesetzt worden. Die SchülerInnen haben vielfältige Aktionen und Projekte im Rahmen ihres Abraham-Projektes durchgeführt. Sie haben Beiträge zur Erinnerungskultur in Bochum mit verschiedenen Stolpersteinrecherchen geleistet, haben einen Film zum Thema „Rassismus“ und einen Film zu den Stolpersteinrecherchen gedreht, haben Theater- und Tanzprojekte durchgeführt und zu Lesungen eingeladen. Als „Abraham-Pokal“ ist ein Kalender angefertigt worden. Auf den Monatsblättern werden verschiedene Projekte des „Abraham-Jahres“ vorgestellt.

Die SchülerInnen der Willy-Brandt-Gesamtschule werden ihr Engagement auch nach dem offiziellen Ende des „Abraham-Projektes“ fortsetzen und bei der zentralen Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 09. November 14 mitwirken.

Eine Delegation aus Lehrer_innen und Schüler_innen der Willy-Brandt-Gesamtschule hat am 03. Juli 2013 symbolisch den „Abraham-Pokal“ an die Nelson-Mandela-Schule weitergereicht. Damit kann dem Wunsch des Runden Tisches „Langendreer gegen Rechts“ erneut entsprochen werden, einer Schule im Bochumer Osten den „Abrahm-Pokal“ zu verleihen. In Bochum-Langendreer hat es in eine Reihe von Übergriffen von Neonazis gegeben.

Abrahm-Pokal 2012 / 2013

Projektpartner für das Abraham-Projekt im Schuljahr 2012 / 2013 war die Gemeinschaftsschule Bochum-Mitte. Die Gemeinschaftsschule ist besonders multikulturell aufgestellt. Die SchülerInnen haben sich mit den eigenen kulturellen Wurzeln befasst und sich über verschiedene Religionen ausgetauscht. Die engagierten SchülerInnen haben vielfältige Projekte durchgeführt. Die Abschlussveranstaltung des Abraham-Projektes hat am 11. Juli 13 im Kunstmuseum Bochum stattgefunden. Die SchülerInnen haben verschiedene Tänze gezeigt, ein Theaterstück über Mobbing aufgeführt und mit einem Filmbeitrag über ihre Aktionen und Veranstaltungen im „Abraham-Jahr“ informiert. Als „Abraham-Pokal“ ist ein Banner mit religiösen Symbolen angefertigt worden.

Abraham-Pokal 2011 / 2012

Im Schuljahr 2011 / 2012ist das „Abraham-Projekt“ von der Schiller-Schule und damit erstmals von einem Gymnasium umgesetzt worden. Die SchülerInnen haben sich intensiv mit dem Unbekannten und Andersartigen auseinandergesetzt und eindrucksvolle Theaterprojekte zum Thema „Begegnung mit dem Fremden“ durchgeführt. Als „Abraham-Pokal“ ist ein Koffer mit Schubfächern angefertigt worden. In den Schubfächern liegen Fotos und Texte von den Abraham-Projekten.

Die Abschlussveranstaltung des Abraham-Projektes der Schiller-Schulehat am 04. Juli 2012 stattgefunden. Die SchülerInnen der 5. Jahrgangsstufe haben zum Abschluss ihres „Abraham-Jahres“ das Theaterstück „Irgendwie anders“ aufgeführt und von ihren vielfältigen Projekten berichtet. Eine Delegation aus Lehrern, Schülern und Eltern der Gemeinschaftsschule Bochum-Mitte hat an der Abschlussveranstaltung in der Schiller-Schule teilgenommen und an sie ist der „Abraham-Pokal“ symbolisch weitergereicht worden.

Abraham-Pokal 2010 / 2011

Die SchülerInnen und LehrerInnen der Realschule Höntrop haben ein sehr engagiertes „Abraham-Jahr“ im Schuljahr 2010 / 2011 verbracht und viele Projekte umgesetzt. Mehrere Arbeitsgruppen haben sich mit den verschiedenen Weltreligionen befasst und kleinere Ausstellungen erstellt. Zu Moscheen, zur Synagoge und zu christlichen Kirchen sind Exkursionen durchgeführt worden. Ein Geschichtsworkshop hat sich mit dem Faschismus auseinandergesetzt und mit verschiedenen Filmen gearbeitet. Eine andere AG hat sich mit Gedichten beschäftigt. SchülerInnen haben internationale Tänze vorgestellt und internationale Speisen zubereitet. Eine 8. Klasse hat sich aufgemacht und Nazischmierereien im Stadtteil beseitigt. Die Abschlussveranstaltung des Abraham-Projektes der Realschule Höntrophat am 01. Juli 2011 in der vollbesetzten Aula stattgefunden. Die SchülerInnen haben sehr engagiert ihre tollen Projekte präsentiert. Als „Abraham-Pokal“ ist ein Wandrelief angefertigt worden. Die SchülerInnen der Realschule werden sich an der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 09. November beteiligen und auch nach dem Abschluss des Abraham-Projektes weiter aktiv sein. Der „Abraham-Pokal“ ist symbolisch an die Schiller-Schule weitergegeben worden.

Nach Auskunft der Rektorin Ursula Tetzlaff hat sich die Arbeitsweise an der Schule durch die Beteiligung am Projekt nachhaltig geändert und die Stimmung zwischen LehrerInnen und SchülerInnen ist wesentlich verbessert worden.

Abraham-Pokal 2009 / 2010

Das Projekt „Abraham-Pokal“ ist im Schuljahr 2009 / 2010 am Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg umgesetzt worden. Am 12. und 13. Juli 2010 haben die SchülerInnen im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung die Projekte und Aktionen ihres Abraham-Jahres präsentiert. An der Schule sind insgesamt 43 Projekte in den Sparten „Theater“, „Musik“, „Poesie“, „Kunst“, „Fotografie“ und Projekte zu einzelnen Herkunftsländern der SchülerInnen durchgeführt worden. Der „Abrahm-Pokal“ ist symbolisch an die Realschule Höntrop weitergegeben worden.

Abraham-Pokal 2008 / 2009

Die Hauptschule Wattenscheid-Mitte überreichte am Ende ihrer Abschlussveranstaltung einen symbolischen Abraham-Pokal an die Hermann - Gmeiner - Ganztagsschule in Form einer Maske. Diese Maske hat einen schönen Platz im offenen Mensa-Bereich der Schule gefunden.

Als eine der ersten Aktionen beteiligten sich die SchülerInnen an der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 9. November 2008 mit einer beeindruckenden Rede und mit „Erinnerungssteinen für Toleranz“.

Alle 270 SchülerInnen der Schule haben sich an den verschiedenen Projekten und Aktionen beteiligt. An der Hermann-Gmeiner-Schule gibt es einen hohen Anteil von sozial benachteiligten SchülerInnen und von SchülerInnen mit Zuwanderungsgeschichte. Die SchülerInnen haben sich in Projekten mit den unterschiedlichen Kulturen ihrer Herkunftsländer befasst. Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt im Abraham-Jahr war die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Religionen. Einige Schulklassen haben Exkursionen zu Kirchen, Klöstern, Moscheen und Synagogen durchgeführt und eine Ausstellung über die großen Religionsgemeinschaften erstellt. In Arbeitsgemeinschaften sind verschiedene Theaterstücke erarbeitet und Musikworkshops durchgeführt worden. Zusammen mit dem afrikanischen Künstler Soba Do Christo Toka ist im Rahmen einer Kunst-AG das Wandbild „Menschenvogel“ als individueller Abraham-Pokal für die Hermann-Gmeiner-Schule entstanden.

Die verschiedenen Projekte und Aktionen, die im Abraham-Jahr durchgeführt worden sind, sind im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung am 27. Oktober 2009 präsentiert worden. Bei dieser Veranstaltung ist der "Abraham-Pokal“ symbolisch an das Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg übergeben worden.

Die SchülerInnen und LehrerInnen der Hermann-Gmeiner-Schule verstehen das Projekt „Abraham-Pokal“ als langfristige Verpflichtung, sich für Toleranz, Frieden und Völkerverständigung einzusetzen und wollen auch nach dem offiziellen Projektende weitere Aktionen durchzuführen. So werden SchülerInnen der Hermann-Gmeiner-Schule einen Stolperstein verlegen und sich an der zentralen Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 09. November 2009 beteiligen. Die gewünschte Nachhaltigkeit des Abraham-Projektes ist damit auch an der Hermann-Gmeiner-Ganztagsschule gesichert.

Abraham-Pokal 2007 / 2008

Die Hauptschule Wattenscheid-Mitte hat den Abraham-Pokal im Schuljahr 2007 / 2008 erhalten. Die Hauptschule Wattenscheid-Mitte befindet sich in einem sozial benachteiligten Stadtteil und wird von vielen SchülerInnen mit Zuwanderungsgeschichte besucht.

Als Auftakt für das Projekt haben 600 SchülerInnen der Schule am 21. September 2007 eine Menschenkette um die Friedenskirche in Wattenscheid gebildet und mit Transparenten in unterschiedlichen Sprachen für Toleranz geworben.

Im Laufe des Schuljahres fanden weitere Projekte in den unterschiedlichen Bereichen statt: So übten Schülerinnen der Klasse 9 orientalische Tänze ein, ein Leporello aus Holz und Stoff mit Gebetstexten aus verschiedenen Religionen wurde erstellt, Liedtexte selbst geschrieben und anschließend vertont. Im Hauswirtschaftsunterricht entstand ein Kochbuch mit Rezepten aus der Heimat der SchülerInnen. Die SchülerInnen gestalteten eine Martinsandacht für alle Konfessionen und beteiligten sich an dem Wettbewerb „Das Kreuz mit dem Kreuz“.

Der Abraham-Pokal wurde in Form eines großformatigen Bildes von einer SchülerInnengruppe mit Unterstützung eines Künstlers erstellt. Das große Bild mit dem Titel „Wir sitzen alle im selben Boot“ hat einen Ehrenplatz im neuen Gebäude der Schule erhalten.

Die Abschlussveranstaltung am 22. August 2008 fand ebenfalls in der Friedenskirche in Bochum-Wattenscheid statt. In der vollbesetzten Kirche präsentierten die SchülerInnen sehr beeindruckend einige Ergebnisse ihrer „Abraham-Projekte“. So trat der Schulchor auf, Tänze wurden dargeboten, Gedichte gelesen und ein Schwarzlichttheaterstück aufgeführt. Die Schulleiterin, Frau Herbstreit, bedankte sich bei allen SchülerInnen und dem Kollegium für das vielfältige Engagement und die Unterstützung. Sie zeigte sich sehr zuversichtlich, dass die Idee, Projekte und Erfahrungen aus dem „Abraham-Jahr“ das Schulleben nachhaltig verbessern.

Abraham-Pokal 2006 / 2007

Am 07.06.06 hat die Oberbürgermeisterin Frau Dr. Scholz den ersten Abraham-Pokal in Bochum an die Anne-Frank-Realschule in Bochum-Gerthe übergeben. Die Oberbürgermeisterin hat auch zugesagt, dass sie die Schirmherrschaft für das Projekt übernimmt. Der Projektstart ist damit gut geglückt. Für das Projekt sind in Kooperation das Schulverwaltungsamt, das Kulturbüro und der Jugendring verantwortlich.

In einem ersten Projekt ist der Bochumer „Abraham-Pokal“ von den SchülerInnen der Anne-Frank-Schule zusammen mit einem Künstler gestaltet worden. Die Skulptur ist optisch sehr gut gelungen und so gestaltet, dass künftige Preisträger Gelegenheit haben, die Skulptur zu erweitern.

Am 05. Juni 2007 fand die Abschlussveranstaltung zum Projekt „Abraham-Pokal“ der Anne-Frank-Realschule statt. Bei der Veranstaltung wurden die Projekte präsentiert, die im Projektjahr an der Schule durchgeführt worden sind.

SchülerInnen haben Theaterprojekte, Musikprojekte, ein Anne-Frank-Projekt, einen Gedichtewettbewerb, ein Anti-Mobbing-Projekt, Tanzprojekte, kreativ-plakative Projekte und einen bosnisch – französisch – deutschen Jugendaustausch im „Abraham-Jahr“ durchgeführt. Insgesamt fanden 19 - zum Teil sehr aufwendige - Projekte statt und alle SchülerInnen der Anne-Frank-Schule waren am „Abraham-Projekt“ beteiligt.

Nach Auskunft der Schulleiterin Frau Krebs-Schmid hat sich die Stimmung an der Schule und der alltägliche Umgang zwischen den SchülerInnen untereinander und zwischen den SchülerInnen und den LehrerInnen durch das „Abraham-Projekt“ deutlich verbessert. Die Schule wird sich auch nach dem Ende des Projektes weiter in Sachen „Abraham-Pokal“ engagieren. Künftig werden alle zwei Jahre für die 9. und 10. Schulklassen zwei „Abraham-Projekttage“ durchgeführt. Mit einem Staffellauf ist der Abraham-Pokal symbolisch an die Hauptschule Wattenscheid-Mitte weitergegeben worden.